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LinkedIn: Mit Empfehlungen eine erfolgreiche Marke aufbauen

Seit Kurzem bietet LinkedIn ein neues Tool für das Empfehlungsmarketing an, das sogenannte Social-Proof-Feature. Damit können Kunden die Dienstleistung oder das Angebot eines LinkedIn-Users bewerten, die dann in einem Sterneranking angezeigt wird.

Ein solches Empfehlungsmarketing ist zwar nichts Neues, wird aber mit Ausnahme der Mitarbeiterbewertungen auf Kununu jedoch noch wenig von Recruitern und Personaldienstleistern genutzt.

Dabei lohnt es sich: Statt aufwendiger Kampagnen können Personalvermittler ganz einfach bestehende Plattformen wie LinkedIn nutzen, um sich von zufriedenen Kunden und Mitarbeitern weiterempfehlen zu lassen – und so leichter neue Bewerber und Unternehmen von sich überzeugen.

Was bedeutet Empfehlungsmarketing?

Empfehlungsmarketing beschreibt die Vermarktung eines Unternehmens durch persönliche Empfehlungen und Bewertungen. Im Gegensatz zu klassischer Werbung wirken persönliche Empfehlungen echter Kunden authentischer und tragen dazu bei, bei potenziellen Kunden Vertrauen zum Unternehmen aufzubauen.

Empfehlungsmarketing sorgt für einen Vertrauensvorsprung, da es glaubwürdiger und authentischer wirkt als konventionelle Werbung.

Für ein erfolgreiches Empfehlungsmanagement sind vor allem drei Faktoren wichtig: Mitarbeiter, Kunden – das können Unternehmen oder auch Kandidaten sein – und das Netzwerk.

Die Mitarbeiter sind dabei nicht nur das Aushängeschild des Unternehmens, sondern stehen auch in direktem Kontakt zur Kundschaft. Sind sie zufrieden, tragen sie auch ein positives Bild des Unternehmens nach außen.

Kunden haben eher die Produkte oder Dienstleistungen im Blick und empfehlen entsprechend weiter – oder eben nicht. Auf diese beiden sollten Personalberater deshalb den Fokus deines Empfehlungsmanagements legen.

Aber auch der Auftritt in sozialen Medien wie LinkedIn oder Xing und dem daraus entstehenden Netzwerk spielt eine wichtige Rolle – sie stärkt zum Beispiel die Kunden- und Kandidatenbindung und machte potenziell neue Bewerber auf sich aufmerksam.

Plattformen für das Empfehlungsmarketing im Vergleich

Für Personalvermittler und -berater sind im Selbstmarketing zwei Dimensionen wichtig: Zum einen möchten sie als Dienstleister neue Kunden und passende Kandidaten für sich gewinnen, zum anderen sind sie auch selbst Arbeitgeber.

Je nach Perspektive gibt es verschiedene Plattformen, die sich für das Empfehlungsmarketing eignen: Als Arbeitgeber sind beispielsweise Kununu, Stepstone, Glassdoor oder Indeed interessant. Aus Dienstleistersicht spielen dagegen Google MyBusiness und professionelle Netzwerke wie LinkedIn – vor allem mit dem neuen Social-Proof-Feature – eine wichtige Rolle.

Je nachdem ob ihr aktuell an eurem Employer Brand arbeiten müsst, oder stark in die Kandidatenansprache investiert, solltet ihr euch auf die entsprechenden Bewertungsportale konzentrieren. Die nachfolgende Tabelle gibt euch dafür genauen Überblick.

PlattformWer bewertet?Wie wird bewertet?Was wird bewertet?Wie kannst Du auf ungerechtfertigte schlechte Bewertungen reagieren?Welche weiteren Feature gibt es?
KununuArbeitnehmer, Bewerber, AzubisAnonymUnternehmen als ArbeitgeberAntworten; Löschen bei Verstoß gegen Richtlinien/Gesetze mit rechtlicher Hilfe möglich
Google MyBusinessKunden, aber prinzipiell alle mit Google-KontoGoogle-Konto sichtbarDienstleistung oder ProduktAntworten; Melden bei Verstoß gegen die Google-RichtlinienHinzufügen von Standort, Fotos und Öffnungszeiten
GlassdoorAktuelle oder ehemalige MitarbeiterAnonymUnternehmen als ArbeitgeberAntworten; Melden bei Verstoß gegen RichtlinienOnline-Jobplattform
StepstoneAktuelle oder ehemalige MitarbeiterAnonymUnternehmen als ArbeitgeberMelden mit BegründungOnline-Jobplattform
IndeedAktuelle oder ehemalige MitarbeiterAnonym, aber Position wird angezeigtUnternehmen als ArbeitgeberAntworten und Melden mit BegründungOnline-Jobplattform

Social Proof auf LinkedIn: Sterneranking für persönliche Profile

Für persönliche Profile ist vor allem das neue Social-Proof-Feature auf LinkedIn ein relativ einfach nutzbares Tool, um sich mit Empfehlungen für potenzielle Kunden oder Kandidaten zu positionieren. Ein großer Vorteil: Es bietet eine tolle Chance, sein Personal Brand als Recruiter auszubauen. Die Empfehlung erfolgt nämlich auf dem persönlichen LinkedIn-Profil, komplett losgelöst von den Bewertungen für das gesamte Unternehmen, wie man es von Kununu & Co. kennt.

Ganz neu ist die Empfehlungsfunktion bei LinkedIn allerdings nicht: Deine Fähigkeiten konnte Dein Netzwerk bisher auch schon bestätigen. Das neue Feature ergänzt dies um ein Sterneranking und zeigt die Empfehlungen nun prominenter auf dem Profil – auch auf bestimmte von dir ausgewählte Kompetenzen bezogen.

LinkedIN Bild welche Empfehlungen darstellt

Das Social-Proof-Feature beeinflusst zudem auch das Ranking in den Suchergebnissen. Hinzu kommt, dass Dein Social Selling Index – ein Score, der berechnet, wie gut es dem Benutzer gelingt, Beziehungen durch seine Aktivitäten aufzubauen und eine Marke zu etablieren – mit ein bis zwei Punkten berücksichtigt wird.

Nachdem ein Recruiter seine Dienstleistungen in der Service-Box angegeben hat, kann er nun bis zu 20 Personen um ihre Bewertung für bestimmte Dienstleistungen oder Bereiche bitten. Sobald die Bewertung verfasst wurde, ist diese sofort auf dem Profil sichtbar

Ab drei Bewertungen erscheint dann automatisch das Sterneranking. Falls ein Kontakt nicht reagiert, kann die Anfrage übrigens ganz einfach zurückgezogen werden und ein anderer Kandidat oder Kunde um eine Bewertung gebeten werden.

Vier Tipps fürs Empfehlungsmanagement

Für ein gelungenes Empfehlungsmarketing braucht es das richtige Management. Das funktioniert am besten, wenn Du als Recruiter und Personaldienstleister folgende Tipps beachtest:

  1. Wähle den Zeitpunkt Deiner Anfrage mit Bedacht: Der Kunde sollte bereits gute Erfahrungen mit Deiner Dienstleistung gemacht haben, jedoch sollte nicht zu viel Zeit vergangen sein.
  2. Schätze jegliches Feedback: Gerade bei negativen Rückmeldungen solltest Du Deinem Kunden vermitteln, dass du dir die Kritik zu Herzen nimmst.
  3. Ehrlichkeit statt Fake News: Manipulierte Erfahrungsberichte fallen oft auf, was dann ein zuvor aufgebautes Vertrauen wieder zerstört.
  4. Bitte um Bewertungen: Zufriedene Kunden denken nicht immer daran, eine Bewertung abzugeben. Sprich sie daher aktiv darauf an.

Was tun bei schlechten Bewertungen?

Abgesehen vom Social-Proof-Feature auf LinkedIn, bei dem man sich die Autoren der Bewertungen selbst aussuchen kann, flattern auf anderen Plattformen oftmals Bewertungen ein – insbesondere wenn ein Kunde oder Kandidaten unzufrieden war.

Bei negativen Bewertungen gilt: Ruhe bewahren und das Feedback ernsthaft annehmen, solange es gerechtfertigt ist. Prüfe die Anschuldigungen, gehe bei der Antwort konkret auf die Kritik ein und biete eine Lösung an.

Wichtig dabei ist, dass Du Verständnis für das Problem und deine Wertschätzung für die Bewertung zeigst. Vermeide aber eine öffentliche Diskussion und versuche stattdessen, in einem persönlichen Gespräch das Problem zu klären.

Mit Empfehlungen eine gute Beziehung zum Kunden zu schaffen

Empfehlungsmarketing ist ein recht einfaches Tool für Personalberater, um potenziellen Kunden, Kandidaten und Mitarbeitern einen persönlichen und authentischen Eindruck von sich selbst und seinem Serviceangebot zu vermitteln.

In Zeiten, in denen sich potenzielle Auftraggeber vorab online über den Arbeitgeber informieren und 69 % der Kaufentscheidungen vor dem ersten Kontakt mit einem Unternehmen getroffen werden, wird Empfehlungsmarketing und Personal Branding nicht nur sinnvoll, sondern gar erfolgskritisch.

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